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Nase einfach erklärt - Aufbau & Funktion für Kinder

Yvonne Mertens 15. Mai 2026
Sagengeschichte zum **Aufbau der Nase Grundschule**: Hier siehst du die Nasenhöhle mit Nasenmuscheln, Nasengang, Gaumen und Rachenmandel.

Inhaltsverzeichnis

Die Nase ist für Kinder leichter zu verstehen, wenn man sie nicht nur als Organ zum Riechen beschreibt, sondern als Teil eines Systems aus Knochen, Knorpel, Schleimhaut und Luftwegen. Im Sachunterricht lässt sich daran gut zeigen, wie Form und Funktion zusammenhängen: von den sichtbaren Teilen außen bis zu den Strukturen, die Luft reinigen, befeuchten und Gerüche weiterleiten. Genau darum geht es hier: um eine klare, kindgerechte Erklärung des Nasenaufbaus und um Formulierungen, die im Unterricht wirklich tragen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Die Nase besteht außen vor allem aus Nasenrücken, Nasenspitze, Nasenflügeln und Nasenlöchern.
  • Im Inneren trennen Nasenscheidewand, Nasengänge und Schleimhaut die beiden Nasenhöhlen.
  • Nasenhaare und Schleimhaut filtern Schmutz, wärmen die Luft und befeuchten sie.
  • Riechen funktioniert über Geruchsstoffe, Riechzellen und das Gehirn, nicht nur über die Nase selbst.
  • Für den Sachunterricht hilft eine einfache Sprache, ein Beschriftungsbild und ein kleines Riech-Experiment.
  • Bei Schnupfen wird sichtbar, warum die Nase beim Atmen eine echte Schutzfunktion hat.

So ist die Nase von außen aufgebaut

Ich beginne im Unterricht fast immer mit dem, was Kinder im Spiegel sehen. Das macht die Sache greifbar und verhindert, dass die Nase nur als abstraktes Sinnesorgan wahrgenommen wird.

Teil der Nase Einfach erklärt Wofür es wichtig ist
Nasenrücken Der längliche, oft feste Bereich in der Mitte des Gesichts Gibt der Nase Form und Halt
Nasenbein Der harte obere Teil Bildet einen knöchernen Teil des Nasengerüsts
Nasenflügel Die beweglichen Seiten der Nase Umgeben die Nasenlöcher und helfen beim Öffnen und Schließen
Nasenlöcher Die beiden Eingänge der Nase Hier strömt die Luft hinein und wieder hinaus
Nasenspitze Der vordere untere Punkt der Nase Hilft, die Form der äußeren Nase zu erkennen
Knorpel Der elastische Anteil unter der Haut Hält die Nase beweglich und stabil zugleich

Wichtig ist für Kinder vor allem dieser Gedanke: Die Nase ist nicht nur ein „Knubbel im Gesicht“, sondern ein gut gebautes Organ mit festen und beweglichen Teilen. Von außen ist sie schnell benannt. Spannend wird es aber dort, wo die Luft tatsächlich weiterverarbeitet wird.

Der Aufbau der Nase für die Grundschule: Ein Schnittbild zeigt Nasenhöhle, Nebenhöhlen, Gaumen und Rachenmandeln.

Im Inneren arbeitet die Nase wie ein kleines Filtersystem

Für Kinder ist es wichtig zu verstehen, dass die sichtbare Nase nur der Eingang ist. Dahinter liegen zwei Nasenhöhlen, die durch die Nasenscheidewand voneinander getrennt sind. Dort passiert die eigentliche Arbeit der Nase.

Innerer Teil Einfach erklärt Funktion
Nasenscheidewand Die Wand in der Mitte der Nase Trennt linke und rechte Nasenhöhle
Nasenhöhlen Die beiden Innenräume hinter den Nasenlöchern Hier wird Luft weitergeleitet und vorbereitet
Nasenmuscheln Gewundene Falten an der Seitenwand Vergrößern die Oberfläche und lenken die Luft langsamer durch die Nase
Schleimhaut Die feuchte Innenhaut der Nase Fängt Staub ab, erwärmt die Luft und macht sie feuchter
Nasenhaare Feine Härchen im vorderen Bereich Halten groben Schmutz zurück
Riechschleimhaut Der obere Bereich mit den Riechzellen Nimmt Gerüche auf

Gerade die Nasenmuscheln sind ein guter Unterrichtspunkt, weil ihr Name für Kinder ungewöhnlich klingt. Ich sage dann meist: Das sind keine echten Muscheln, sondern knöcherne Falten, die die Luft länger an der Schleimhaut entlangführen. So wird sofort klar, warum die Nase mehr kann als nur offen oder zu sein.

So funktioniert das Riechen wirklich

Riechen ist mehr als „etwas in der Nase haben“. Duftstoffe schweben in der Luft, gelangen mit dem Atem in die Nase und landen dort auf der Riechschleimhaut. Erst dort beginnt der eigentliche Sinneseindruck.

  1. Mit der eingeatmeten Luft kommen Geruchsstoffe in die Nase.
  2. Die Riechzellen nehmen diese Stoffe auf.
  3. Die Signale werden über Nerven weitergeleitet.
  4. Das Gehirn ordnet die Signale als bekannten Geruch ein.

Darum kann ein Kind mit Schnupfen oft sagen: „Ich schmecke nichts mehr.“ Eigentlich fehlt meist das Riechen, und genau dadurch wirkt das Essen fade. Geschmack und Geruch arbeiten also eng zusammen, auch wenn viele Kinder das zuerst für dasselbe halten.

Ich erkläre das gern mit einem einfachen Beispiel: Wenn beim Mittagessen plötzlich nur noch „nichts“ ankommt, liegt das selten nur an der Zunge. Häufig ist die Nase verstopft und die Duftstoffe erreichen die Riechzellen nicht mehr richtig. Damit ist der Weg zur nächsten wichtigen Frage frei: Was leistet die Nase eigentlich für das Atmen?

Warum die Nase für das Atmen so wichtig ist

Die Nase ist nicht nur das Riechorgan, sondern auch ein Teil der Atemwege. Wer durch die Nase atmet, bekommt Luft, die auf dem Weg schon etwas erwärmt, angefeuchtet und gereinigt wurde. Für den Körper ist das deutlich angenehmer als ungefilterte Luft direkt durch den Mund.

  • Sie filtert: Staub und kleine Partikel bleiben eher an Schleimhaut und Haaren hängen.
  • Sie befeuchtet: Die Atemluft trocknet Hals und Bronchien weniger aus.
  • Sie erwärmt: Kühle Luft wird vor dem Weg in die Lunge abgepuffert.

Das ist auch der Grund, warum dauerndes Mundatmen im Alltag nicht die erste Wahl ist. Der Mund kann aushelfen, aber die Nase erledigt diese Vorarbeit deutlich besser. Bei ungefähr 20.000 Atemzügen am Tag wird schnell klar, wie oft dieser kleine Filter arbeitet.

Für den Unterricht ist das ein guter Aha-Moment: Die Kinder merken, dass die Nase nicht nur „mitmacht“, sondern den Atem aktiv vorbereitet. Genau daraus ergibt sich ein einfacher didaktischer Zugang, der im Sachunterricht gut funktioniert.

So erkläre ich den Aufbau kindgerecht im Sachunterricht

Ich halte eine Grundschulerklärung am besten dann für gelungen, wenn Kinder sie nachzeichnen, beschriften und mit eigenen Erfahrungen verbinden können. Reines Auswendiglernen bleibt selten hängen, aber ein kleines Bild, ein Gespräch und ein Geruchstest bleiben deutlich besser im Kopf.

  1. Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren: Erst Nasenrücken, Nasenflügel und Nasenlöcher beschreiben, dann ins Innere wechseln.
  2. Mit Beschriftungen arbeiten: Ein schlichtes Bild mit fünf bis sechs Begriffen reicht oft besser als eine überladene Anatomiezeichnung.
  3. Ein Riech-Experiment einsetzen: Gewürze, Vanille, Zitronenschale oder Kaffee in geschlossenen Dosen zeigen, dass Gerüche wahrgenommen werden, ohne dass man etwas sieht.
  4. Mit Alltagssituationen verbinden: Erkältung, kalte Luft draußen oder trockener Mund nach Mundatmung machen die Funktion der Nase leicht nachvollziehbar.

Wichtig ist nur, dass Kinder mit Allergien, Asthma oder empfindlicher Nase beim Experiment eine Alternative bekommen. Starke Reizstoffe gehören nicht in den Unterricht; sinnvoll sind milde, alltagsnahe Gerüche. So bleibt der Lerneffekt hoch, ohne jemanden unnötig zu belasten.

Drei Missverständnisse, die ich im Unterricht früh kläre

Bei diesem Thema tauchen immer wieder dieselben Denkfehler auf. Ich spreche sie bewusst früh an, weil Kinder dadurch schneller ein sauberes Bild im Kopf bekommen.

  • „Die Nase ist nur zum Riechen da“ - stimmt nicht. Sie ist auch Teil der Atmung.
  • „Die Nasenlöcher sind die ganze Nase“ - nein, dahinter beginnt erst die eigentliche Arbeit.
  • „Riechen passiert erst im Gehirn und hat mit der Nase nichts zu tun“ - auch falsch. Die Nase nimmt die Reize auf, das Gehirn deutet sie.

Wenn ich diese drei Punkte sauber trenne, verstehen Kinder die Funktion meist deutlich schneller. Vor allem wird klar, warum ein Schnupfen nicht nur lästig ist, sondern gleich mehrere Aufgaben der Nase ausbremst. Genau darauf sollte man beim letzten Schritt des Themas besonders achten.

Was Kinder bei Schnupfen über ihre Nase lernen sollten

Bei einer Erkältung wird die Funktion der Nase besonders sichtbar. Die Schleimhaut schwillt an, Luft kommt schlechter durch und Gerüche werden schwächer oder gar nicht mehr wahrgenommen. Für Kinder ist das ein guter Anlass, den Zusammenhang zwischen Aufbau und Funktion wirklich zu begreifen.

  • Die Nase arbeitet bei Schnupfen langsamer, weil die Schleimhaut anschwillt.
  • Gerüche sind schwächer, weil die Luft die Riechzellen nicht gut erreicht.
  • Sanftes Schnäuzen ist besser als starkes Pressen.
  • Trinken, Ruhe und frische Luft entlasten die gereizte Nase.
  • Bei starken Schmerzen, länger anhaltender Verstopfung oder wiederholtem Nasenbluten sollte ein Arzt draufschauen.

Für den Sachunterricht ist genau das ein guter Abschluss: Die Nase ist ein kleines Organ mit klaren Aufgaben, und man erkennt ihre Bedeutung oft erst dann richtig, wenn sie einmal nicht gut arbeitet. Wer den Aufbau verstanden hat, kann Atmung, Riechen und Erkältung später viel leichter einordnen.

Häufig gestellte Fragen

Die äußere Nase besteht hauptsächlich aus dem Nasenrücken, der Nasenspitze, den Nasenflügeln und den Nasenlöchern. Knochen und Knorpel geben ihr Form und Halt.

Nasenhaare filtern groben Schmutz aus der Atemluft. Die Schleimhaut wärmt und befeuchtet die Luft und fängt feinere Partikel ab, bevor die Luft in die Lunge gelangt.

Geruchsstoffe gelangen mit der Atemluft zur Riechschleimhaut in der Nase. Dort nehmen Riechzellen die Stoffe auf und senden Signale ans Gehirn, das den Geruch dann erkennt und einordnet.

Die Nase bereitet die Atemluft ideal vor: Sie filtert Schmutz, wärmt kalte Luft und befeuchtet sie. Das schützt die Lunge und Atemwege besser, als wenn man direkt durch den Mund atmet.

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Autor Yvonne Mertens
Yvonne Mertens
Ich bin Yvonne Mertens und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit den Themen Grundschule, Erziehung und Lernförderung. In dieser Zeit habe ich umfassende Kenntnisse über die Herausforderungen und Chancen, die sich im Bildungsbereich bieten, entwickelt. Mein Ziel ist es, komplexe pädagogische Konzepte verständlich zu machen und Eltern sowie Lehrkräften wertvolle Einblicke zu bieten. Als erfahrene Content Creatorin lege ich großen Wert auf objektive Analysen und die Bereitstellung von verlässlichen Informationen. Ich glaube daran, dass jeder Zugang zu aktuellen und fundierten Inhalten haben sollte, die dabei helfen, die besten Entscheidungen für die Bildung und Entwicklung von Kindern zu treffen. Mein Engagement gilt der Förderung einer positiven Lernumgebung, die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt.

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