Ein kleiner Papierhase ist schnell gemacht und bringt sofort Frühlingsstimmung auf den Tisch, ins Kinderzimmer oder ins Klassenfenster. Ich zeige eine einfache Bastelanleitung mit wenigen Materialien, klaren Schritten und Varianten für unterschiedliche Altersgruppen. Dazu kommen praktische Hinweise, damit die Dekoration stabil steht und Kinder möglichst viel selbst gestalten können.
Mit wenigen Materialien entsteht eine stabile Hasendekoration
- Zeitaufwand: etwa 20 bis 30 Minuten
- Kosten: meist unter 3 Euro pro Hase
- Grundmaterial: Toilettenpapierrolle, Tonpapier, Schere und Klebstoff
- Geeignet: für Kindergarten, Grundschule und gemeinsames Basteln zu Hause
- Wichtig: Kleine Teile wie Wackelaugen nur unter Aufsicht verwenden

Ein stehender Hase aus einer Toilettenpapierrolle
Für den Einstieg empfehle ich einen stehenden Hasen aus einer leeren Toilettenpapierrolle. Die Rolle bildet den Körper, dadurch muss nichts kompliziert gefaltet oder dreidimensional verklebt werden. Gerade mit Kindern ist das hilfreich, weil das Ergebnis schnell sichtbar wird und kleine Ungenauigkeiten später kaum auffallen.
Das brauchst du
- 1 leere Toilettenpapierrolle
- Tonpapier oder Bastelkarton in Weiß, Beige, Grau oder einer Wunschfarbe
- Schere und Klebestift
- Filzstift oder Buntstifte
- ein kleines Stück rosa Papier für die Nase
- optional Wackelaugen, Wollreste, Pompons oder Sticker
Mit normalem Tonpapier kostet das Material für einen Hasen ungefähr 1 bis 3 Euro, sofern Klebstoff und Stifte bereits vorhanden sind. Ich würde nicht zu dünnes Papier verwenden, weil die Ohren sonst schnell umknicken. Bastelkarton mit etwa 160 bis 220 g/m² hält deutlich besser.
So entsteht die Dekoration Schritt für Schritt
- Körper vorbereiten: Beklebe die Toilettenpapierrolle mit einem Streifen Tonpapier. Der Streifen sollte ungefähr 10,5 cm hoch sein und die Rolle vollständig umschließen.
- Kopf ausschneiden: Zeichne einen Kreis oder ein leicht ovales Gesicht mit etwa 7 cm Durchmesser auf das Papier.
- Ohren gestalten: Schneide zwei lange Ohren aus. Für einen ruhigen, klassischen Hasen sind sie etwa 7 bis 9 cm lang. Kleinere Kinder können eine einfache Vorlage mit breiten Ohren leichter ausschneiden.
- Gesicht aufkleben: Klebe den Kopf mittig auf die Vorderseite der Rolle. Die Ohren kommen dahinter, damit sie stabiler sitzen.
- Gesicht zeichnen: Zwei Augen, eine kleine Nase, den Mund und drei feine Schnurrhaare auf jeder Seite reichen völlig aus.
- Details ergänzen: Ein Wattebausch als Schwanz, eine Papierfliege oder eine kleine Schleife machen aus der Grundform eine persönliche Figur.
Beim Gesicht lasse ich bewusst viel Raum für eigene Ideen. Ein schiefer Mund oder unterschiedlich große Augen sind kein Fehler, sondern geben dem Hasen Charakter. Für jüngere Kinder ist es sinnvoll, die Grundformen vorzuschneiden und nur das Dekorieren selbstständig erledigen zu lassen.
Eine einfache Standfläche für mehr Stabilität
Wenn der Hase auf einem Fensterbrett oder im Regal stehen soll, klebe ich unten einen Kreis aus Karton an die Rolle. Ein Durchmesser von etwa 7 cm genügt. Besonders bei dünnen Rollen verhindert die zusätzliche Bodenfläche, dass die Figur bei jeder kleinen Berührung umfällt.
Diese Varianten passen zu Alter und Anlass
Die gleiche Grundidee lässt sich leicht an eine Kindergruppe, eine Schulstunde oder eine schnelle Osterdekoration anpassen. Entscheidend ist weniger das perfekte Ergebnis als eine Form, die zum Entwicklungsstand der Kinder passt.
| Variante | Zeit | Schwierigkeit | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| Hase aus Toilettenpapierrolle | 20 bis 30 Minuten | leicht | Kindergarten und Grundschule |
| Hase aus einem Pappteller | 15 bis 25 Minuten | sehr leicht | Fensterbild oder Wanddekoration |
| Hase aus Eierkarton | 25 bis 40 Minuten | leicht bis mittel | Upcycling-Projekte und Osterzeit |
| Hase als Handabdruck | 10 bis 15 Minuten | sehr leicht | kleine Kinder und Erinnerungsbilder |
Für kleine Kinder
Bei Kindern unter etwa sechs Jahren würde ich Schablonen, vorgemalte Augen und abgerundete Kinderscheren bereitlegen. Die Kinder können reißen, kleben und verzieren, während Erwachsene oder ältere Kinder die Ohren und den Kopf vorbereiten. Wenige Arbeitsschritte und große Einzelteile sorgen dafür, dass die Freude nicht durch zu viel Hilfe verloren geht.
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Für Grundschulkinder
Ab der Grundschule kann die Aufgabe gestalterisch erweitert werden. Die Kinder entwerfen eigene Ohrformen, wählen Muster oder schreiben einen kurzen Namen auf den Bauch. So wird aus einer Bastelarbeit eine kleine Übung in Form, Farbe und Gestaltung, ohne dass die praktische Anleitung unnötig kompliziert wird.
Materialien vergleichen und bewusst auswählen
Nicht jede Oberfläche eignet sich gleich gut. Papier ist schnell verfügbar und leicht zu bearbeiten, während Karton oder Eierkarton eine kräftigere Struktur mitbringen. Ich finde gerade den Materialvergleich spannend, weil Kinder dabei unmittelbar merken, warum eine Figur einmal stabil steht und ein anderes Mal leicht nachgibt.
- Tonpapier eignet sich für Ohren, Gesichter und farbige Details.
- Bastelkarton ist besser für Standflächen und große Ohren.
- Eierkarton wirkt plastisch und unterstützt nachhaltiges Basteln.
- Wolle und Watte geben dem Hasen eine weiche, fühlbare Oberfläche.
- Filzstifte sind für klare Gesichtslinien meist einfacher als Wasserfarben.
Bei einer größeren Gruppe würde ich die Materialien vorher in kleinen Schalen verteilen. Das spart Zeit und verhindert, dass alle gleichzeitig nach demselben Klebestift greifen. Für eine Tischdekoration wirken drei bis fünf Hasen in unterschiedlichen Größen meist lebendiger als viele völlig identische Figuren.
Typische Fehler lassen sich leicht vermeiden
Der häufigste Fehler ist ein zu kleiner oder zu schwerer Kopf. Wenn der Kopf deutlich breiter als die Rolle ist, kippt der Hase leichter nach vorne. Eine gute Orientierung ist, dass der Kopf ungefähr zwei Drittel der Rollenbreite überragt, aber nicht viel mehr.
Auch zu viel Klebstoff macht die Arbeit nicht haltbarer. Flüssiger Kleber weicht dünnes Papier auf und hinterlässt sichtbare Wellen. Ich verwende für Papier deshalb lieber einen Klebestift und lasse die Figur mindestens fünf Minuten ruhen, bevor sie bewegt wird.
Wackelaugen, kleine Pompons und Perlen sehen hübsch aus, gehören aber nicht in die Hände von Kindern, die noch Kleinteile in den Mund nehmen. Für diese Altersgruppe zeichne ich die Augen auf oder nutze größere Papierkreise. Das ist sicherer und sieht oft sogar persönlicher aus.
Aus dem Bastelprojekt wird eine kleine Lernidee
Die Hasenfigur eignet sich nicht nur als Dekoration. Ich lasse Kinder manchmal zwei Tiere mit unterschiedlichen Ohren, Mustern oder Gesichtsausdrücken gestalten und anschließend beschreiben, was gleich und was verschieden ist. Dabei entstehen ganz nebenbei Gespräche über Farben, Formen, Gefühle und genaue Beobachtung.
Für eine Frühlings- oder Osteraktion kann jedes Kind seinen Hasen mit einem Wort beschriften, etwa „mutig“, „fröhlich“ oder „neugierig“. Die Figuren lassen sich anschließend auf einer Papierwiese arrangieren. So erhält die einfache Bastelarbeit einen persönlichen Sinn und wird zu einem kleinen Gemeinschaftsbild.
Mein wichtigster Tipp bleibt dennoch schlicht: Plane nicht zu viel vor. Wenn die Grundformen vorbereitet sind, sollten Kinder eigene Entscheidungen treffen dürfen. Gerade beim einfachen Hasen basteln entsteht der schönste Effekt oft dort, wo nicht jede Linie gerade und nicht jedes Ohr gleich groß ist.
