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1x1-Tabelle bis 10 - So lernen Kinder sicher rechnen

Yvonne Mertens • 28. September 2026
Großes 1x1: Tabellen von 10x bis 21x. Jede 1x1 tabelle zeigt die Multiplikation von Zahlen von 1 bis 12.

Inhaltsverzeichnis

Beim Lernen des kleinen Einmaleins hilft eine übersichtliche Tabelle dabei, Zusammenhänge schnell zu erkennen und Ergebnisse sicher nachzuschlagen. In diesem Beitrag zeige ich die vollständige 1x1-Tabelle bis 10, erkläre ihre Struktur und gebe praktische Tipps, wie Kinder damit sinnvoll üben, ohne dauerhaft abzulesen.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Das kleine Einmaleins umfasst die Produkte von 1 × 1 bis 10 × 10.
  • In der Tabelle stehen oben und links die Faktoren, im Schnittpunkt das Ergebnis.
  • Wegen des Tauschgesetzes sind Felder gespiegelt, zum Beispiel 3 × 7 und 7 × 3.
  • Zum Lernen helfen kurze Einheiten von 5 bis 10 Minuten mehr als langes Auswendiglernen.
  • Die Tabelle ist eine Orientierungshilfe, sollte aber Schritt für Schritt durch Kopfrechnen ersetzt werden.

Eine 1x1 Tabelle mit bunten Spalten, die Einmaleins-Aufgaben von 1 bis 5 zeigen. Niedliche Tiere wie ein Frosch und ein Fuchs begleiten die Zahlen.

Die vollständige Tabelle zum kleinen Einmaleins

Die folgende Übersicht zeigt alle Ergebnisse von 1 × 1 bis 10 × 10. Das Ergebnis findet sich dort, wo sich die Zeile der ersten Zahl und die Spalte der zweiten Zahl treffen.

× 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
2 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20
3 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30
4 4 8 12 16 20 24 28 32 36 40
5 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50
6 6 12 18 24 30 36 42 48 54 60
7 7 14 21 28 35 42 49 56 63 70
8 8 16 24 32 40 48 56 64 72 80
9 9 18 27 36 45 54 63 72 81 90
10 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

Ein kleines Beispiel macht die Orientierung klar. Für 6 × 8 sucht man die 6 in der linken Spalte und die 8 in der oberen Zeile. Im Schnittpunkt steht 48. Weil 6 × 8 dasselbe ergibt wie 8 × 6, kann das Kind auch die gespiegelte Stelle nutzen.

So ist die Übersicht aufgebaut

Jede Zahl am Rand ist ein Faktor. Faktoren sind die Zahlen, die miteinander multipliziert werden. Das Ergebnis nennt man Produkt. Bei 4 × 7 sind also 4 und 7 die Faktoren, während 28 das Produkt ist.

Die Tabelle macht außerdem mathematische Muster sichtbar. In der 2er-Reihe werden die Ergebnisse immer um 2 größer, in der 5er-Reihe enden sie abwechselnd auf 0 und 5. Solche Regelmäßigkeiten helfen Kindern, Ergebnisse herzuleiten, statt jede Aufgabe völlig isoliert auswendig zu lernen.

Das Tauschgesetz als Lernhilfe

Bei der Multiplikation darf man die Faktoren vertauschen, ohne das Ergebnis zu verändern. Aus 3 × 8 = 24 wird deshalb auch 8 × 3 = 24. Dadurch müssen Kinder nicht alle 100 Felder völlig getrennt lernen, sondern können viele Aufgaben als Paar betrachten.

Zusätzlich gibt es besonders hilfreiche Kernaufgaben. Wer 5 × 6 kennt, kann 6 × 6 als 30 + 6 = 36 herleiten. Diese Strategie ist gerade bei schwierigeren Reihen wie 6, 7 oder 8 sinnvoller als reines Raten.

Wie Kinder mit der Tabelle effektiv üben

Ich empfehle, die Übersicht zunächst als Landkarte der Zahlen zu verwenden. Das Kind darf Ergebnisse nachschauen, sollte danach aber dieselbe Aufgabe noch einmal ohne Hilfe lösen. So wird aus dem Nachschlagen allmählich sichere Erinnerung.

  1. Eine Reihe auswählen: Beginnen Sie mit der 2er-, 5er- oder 10er-Reihe, weil ihre Muster leicht erkennbar sind.
  2. Beispiele legen: Verbinden Sie die Aufgabe mit Gegenständen, etwa 4 Teller mit je 3 Keksen.
  3. Gemischt abfragen: Fragen Sie später nicht nur 3 × 4, sondern auch 4 × 3 und 12 : 3.
  4. Fehler markieren: Schwierige Aufgaben kommen auf eine kleine Wiederholungsliste.
  5. Ohne Tabelle prüfen: Nach einigen Tagen wird getestet, welche Ergebnisse bereits sicher sitzen.

Eine gute Übungseinheit dauert meist nur 5 bis 10 Minuten. Längeres Pauken führt bei vielen Kindern eher zu Unkonzentration. Entscheidend ist die regelmäßige Wiederholung, zum Beispiel an vier Tagen pro Woche.

Lesen Sie auch: Plusaufgaben bis 10 - So gelingt der sichere Rechenstart

Vom Muster zum sicheren Kopfrechnen

Am Anfang darf die Tabelle sichtbar auf dem Tisch liegen. Später sollte sie nur noch als Kontrolle dienen. Ich würde sie nicht sofort wegnehmen, denn ein Kind, das bei jedem Fehler Angst bekommt, lernt langsamer als eines, das Zusammenhänge in Ruhe prüfen darf.

Hilfreich sind kleine Spiele mit Karteikarten, Würfeln oder Zeitaufgaben. Die Zeit sollte dabei erst spät eine Rolle spielen. Richtiges Rechnen und Verständnis kommen vor Geschwindigkeit.

Typische Fehler beim Lernen des Einmaleins

Ein häufiger Fehler ist, alle Reihen in derselben Reihenfolge auswendig aufzusagen. Das klappt beim Aufsagen, versagt aber oft bei einer gemischten Aufgabe wie 7 × 8. Deshalb sollten Aufgaben früh in wechselnder Reihenfolge vorkommen.

  • Nur die Reihe aufsagen: Das Kind kennt die Reihenfolge, erkennt einzelne Aufgaben aber nicht sicher.
  • Ergebnisse verwechseln: Besonders 6 × 7, 7 × 8 und 8 × 9 werden häufig vertauscht.
  • Zu früh auf Tempo setzen: Zeitdruck verstärkt Unsicherheit und Flüchtigkeitsfehler.
  • Die Tabelle dauerhaft benutzen: Sie unterstützt das Lernen, ersetzt aber nicht das Abrufen aus dem Gedächtnis.
  • Fehler nur korrigieren: Besser ist es, den Rechenweg zu besprechen und eine passende Kernaufgabe zu finden.

Wenn 7 × 8 nicht sitzt, kann man von 5 × 8 und 2 × 8 ausgehen. Das ergibt 40 + 16 = 56. Solche Zerlegungen stärken das Verständnis und geben dem Kind eine sichere Ausweichstrategie.

Welche Reihen zuerst sinnvoll sind

Es gibt keine zwingende Reihenfolge für jedes Kind. In der Praxis bewährt sich jedoch ein Aufbau, der mit leicht erkennbaren Mustern beginnt und die schwierigeren Aufgaben später ergänzt.

Reihe Besonderheit Gute Lernidee
1er-Reihe Die Zahl bleibt gleich. Als Einstieg und zur Erklärung der Multiplikation.
2er-Reihe Verdoppeln ist möglich. Mit Paaren oder Zweierschritten üben.
5er-Reihe Die Ergebnisse enden auf 0 oder 5. Mit Uhrzeiten oder Geldbeträgen verbinden.
10er-Reihe Die Zahl erhält eine Null. Mit Zehnerpaketen und Bündelungen erklären.
4er-Reihe Sie lässt sich als zweimal verdoppeln herleiten. Von der 2er-Reihe aus aufbauen.
3er-Reihe Die Ergebnisse wachsen in Dreierschritten. Mit Gruppen von drei Gegenständen darstellen.
6er-Reihe Sie baut auf der 3er-Reihe auf. Als 3er-Reihe plus 3er-Reihe erklären.
7er-Reihe Viele Aufgaben müssen sicher verankert werden. Mit Tauschaufgaben und Zerlegungen üben.
8er-Reihe Sie kann über Verdoppeln hergeleitet werden. 2er-, 4er- und 8er-Reihe verbinden.
9er-Reihe Die Zehnerreihe minus die jeweilige Zahl hilft. Zum Beispiel 9 × 6 = 60 - 6 = 54.

Besonders die Reihen 6, 7, 8 und 9 brauchen oft mehr Wiederholung. Das ist kein Zeichen mangelnder Begabung, sondern liegt daran, dass ihre Muster weniger offensichtlich sind. Kleine Lernfortschritte sollte man sichtbar machen, etwa mit einer Liste bereits sicher beherrschter Aufgaben.

So bleibt die Tabelle eine Hilfe und wird keine Krücke

Eine Übersicht ist dann erfolgreich eingesetzt, wenn sie das Verständnis verbessert und nach und nach weniger gebraucht wird. Ich lasse Kinder deshalb gern zuerst farbig markieren, welche Aufgaben sie sicher können, und die übrigen Felder gezielt wiederholen.

Für Eltern und Lehrkräfte gilt dabei eine einfache Regel: kurz, regelmäßig und ohne unnötigen Druck. Die Tabelle erklärt Beziehungen zwischen Zahlen, aber echtes Können entsteht erst durch eigenes Herleiten, Abrufen und Anwenden in kleinen Alltagssituationen.

Wer das Einmaleins nicht nur aufsagt, sondern in Gruppen, Reihen und Verdopplungen erkennt, hat später auch beim Teilen, bei Brüchen und beim Rechnen mit Größen einen deutlichen Vorteil. Genau dafür ist die Tabelle gedacht: als übersichtlicher Startpunkt auf dem Weg zu sicherem Kopfrechnen.

Häufig gestellte Fragen

Die Faktoren stehen oben und links am Rand. Für 6 × 8 sucht man die 6 in der linken Spalte und die 8 in der oberen Zeile. Am Schnittpunkt steht das Ergebnis 48.

Als Einstieg eignen sich die 1er-, 2er-, 5er- und 10er-Reihe, weil ihre Muster leicht erkennbar sind. Danach können die 4er-, 3er- und 6er-Reihe folgen, bevor die anspruchsvolleren Reihen 7, 8 und 9 geübt werden.

Zu Beginn darf das Kind Ergebnisse nachschauen und dieselbe Aufgabe anschließend ohne Hilfe lösen. Kurze Einheiten von 5 bis 10 Minuten an etwa vier Tagen pro Woche sind sinnvoller als langes Pauken. Später sollte die Tabelle nur noch zur Kontrolle dienen.

Die Aufgabe lässt sich zerlegen: 7 × 8 entspricht 5 × 8 plus 2 × 8, also 40 + 16 = 56. Auch Tauschaufgaben helfen, weil 7 × 8 dasselbe Ergebnis wie 8 × 7 hat.

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Autor Yvonne Mertens
Yvonne Mertens
Mein Name ist Yvonne Mertens und ich bringe 8 Jahre Erfahrung in der Grundschule, Erziehung und Lernförderung mit. Schon früh hat mich die Vielfalt der Lernprozesse und die individuelle Entwicklung von Kindern fasziniert. Diese Begeisterung motiviert mich, komplexe Themen verständlich zu erklären und Eltern sowie Lehrern wertvolle Einblicke zu geben. In meinen Artikeln konzentriere ich mich darauf, aktuelle Trends in der Bildungslandschaft zu beleuchten und praktische Tipps zu vermitteln, die den Alltag in der Grundschule erleichtern. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen sorgfältig zu recherchieren und zu vergleichen, um sicherzustellen, dass sie sowohl nützlich als auch präzise sind. Mein Ziel ist es, Leser zu unterstützen, indem ich schwierige Themen auf einfache Weise aufbereite und somit einen klaren Zugang zu wichtigen Aspekten der Erziehung und Lernförderung ermögliche.

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